
Minikompressor 12 V / 220 V
Befüllt 0,5-L- und 1-L-Flaschen über Batterie oder Steckdose
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Mini-Tauchflasche mit dem 12-V-Tauchkompressor an der Bootsbatterie füllen: welche Batterie, wie viele Amperestunden, welche Verkabelung, welche Luft.
Ja, ein 12-V-Tauchkompressor füllt eine Mini-Tauchflasche an Bord, direkt an der Bootsbatterie. Mit dem OXSEA Minikompressor 12 V / 220 V rechnen Sie mit etwa 12 Minuten für eine 0,5-l-Flasche und etwa 20 Minuten für eine 1-l-Flasche. Die Batterie verkraftet das gut, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Sie schließen das Gerät an die Verbraucherbatterie an und nie an die Starterbatterie, Sie wissen, wie viele Amperestunden jede Füllung kostet, und Sie laden die Batterie gleich danach wieder voll.
Bleibt die Luft. Was der Kompressor an Deck ansaugt, atmen Sie unter dem Rumpf ein. Wo das Gerät steht und ob der Motor beim Füllen läuft, zählt deshalb genauso viel wie die Verkabelung.
Eine Tauchflasche wird auf 200 bar gefüllt. Eine Luftpumpe für Reifen oder Schlauchboote arbeitet mit wenigen bar, ein Werkstattkompressor schaltet bei etwa zehn ab. Keiner von beiden erreicht den nötigen Druck, und keiner ist dafür gebaut, Atemluft zu liefern. Sie brauchen einen Hochdruckkompressor, der für diesen Zweck konstruiert ist, mit eigenen Filtern.
Der OXSEA Minikompressor gehört in diese Kategorie. Er läuft mit 12 V an einer Batterie oder mit 220 V am Stromnetz. Er füllt alle drei Flaschen der Reihe, jede mit 200 bar Betriebsdruck: OX500 und OX500Plus (0,5 l) in rund 12 Minuten, die OX1000 (1 l) in rund 20 Minuten. Ohne große Tauchflasche an Bord ist er die einzige Möglichkeit, die OX1000 zu füllen, denn die Handpumpe eignet sich nur für 0,5-l-Flaschen.
Eine 0,5-l-Flasche reicht für bis zu 8 Minuten unter Wasser, eine 1-l-Flasche für etwa 15 Minuten. Diese Zeiten hängen von Ihrer Atmung, der Tiefe und der Anstrengung ab. Einen Propeller freizuschneiden oder das Unterwasserschiff abzukratzen erfordert oft mehrere Abstiege und damit mehrere Füllungen am selben Tag. Genau dann kommt es auf die Batterie an.
| Wo Sie sind | Stromquelle | Worauf Sie achten |
|---|---|---|
| Im Hafen, an der Landstromsäule | 220 V aus dem Netz | Die Batterie wird nicht belastet. Achten Sie auf die Abgase der Nachbarboote. |
| Vor Anker | 12 V, Verbraucherbatterie | Die entnommenen Amperestunden. Motor aus, solange gefüllt wird. |
| An Land, neben dem Auto | 12 V, Fahrzeugbatterie | Motor aus. Ein oder zwei Füllungen, danach eine Runde fahren, damit die Batterie nachlädt. |
| Auf einem Boot ohne Batterie | Handpumpe, nur für 0,5-l-Flaschen | Rund 20 Minuten Pumpen pro Flasche. |
Ein Sportboot hat in der Regel mindestens zwei Batterien an Bord: eine, die den Motor startet, und eine Verbraucherbatterie für alles andere. Der Hersteller Victron Energy erinnert in seinem Buch Elektrizität an Bord daran: Die Starterbatterie soll nur den Anlasser versorgen. Sie ist dafür gebaut, für ein paar Sekunden einen sehr hohen Strom zu liefern. Ihre dünnen Platten verformen sich, wenn sie oft und tief entladen wird, und das Buch zählt sie zu den Batterien, die sich nicht für Lade- und Entladezyklen eignen.
Der Kompressor kommt also an die Verbraucherbatterie. Ihr Boot hat nur eine Batterie, nämlich die, die den Motor startet? Dann entladen Sie sie nicht vor Anker. Füllen Sie Ihre Flaschen vor dem Ablegen im Hafen oder an Land, oder nehmen Sie eine Handpumpe mit an Bord, wenn Sie mit einer 0,5-l-Flasche tauchen.
Zwei Hinweise je nach Batterietyp. Unter den verschlossenen Bleibatterien vertragen AGM-Batterien hohe Ströme besser als Gelbatterien, halten Victron und das INRS fest, Frankreichs Institut für Arbeitssicherheit. Bei einer Lithiumbatterie suchen Sie in der Anleitung den maximalen Entladestrom und prüfen, ob er über der Stromaufnahme des Kompressors liegt.
Die Rechnung passt in zwei Zeilen. Der Strom in Ampere ist die Leistung des Kompressors in Watt geteilt durch 12. Der Verbrauch in Amperestunden (Ah) ist dieser Strom mal die Laufzeit in Stunden: 12 Minuten sind 0,2 Stunden, 20 Minuten eine Drittelstunde.
| Stromaufnahme des Kompressors | Füllung 0,5 l (ca. 12 min) | Füllung 1 l (ca. 20 min) |
|---|---|---|
| 20 A | 4 Ah | 6,7 Ah |
| 30 A | 6 Ah | 10 Ah |
| 40 A | 8 Ah | 13,3 Ah |
Diese drei Zeilen sind Rechenbeispiele, keine Messwerte. Maßgeblich ist der Strom, den das Typenschild oder die Anleitung Ihres Geräts angibt. Finden Sie ihn für einen OXSEA Minikompressor nicht, fragen Sie uns. Noch besser: Hat Ihr Boot einen Batteriemonitor, lesen Sie die während einer Füllung verbrauchten Amperestunden ab. Dann kennen Sie den echten Wert Ihrer Anlage.
Vergleichen Sie das anschließend mit der Batterie. Ihre Kapazität gilt für eine langsame Entladung, oft über 20 Stunden: Eine 100-Ah-Batterie kann 20 Stunden lang 5 Ampere liefern, erklärt das INRS (auf Französisch). Je stärker man sie belastet, desto weniger gibt sie her. In den Tabellen von Victron liefert eine Semi-Traktionsbatterie mit 200 Ah nur noch etwa drei Viertel ihrer Kapazität, wenn man ihr 40 Ampere abverlangt. Und bei einer Verbraucherbatterie aus Blei ist höchstens die Hälfte der Nennkapazität wirklich nutzbar, ebenfalls laut Victron.
Eine 100-Ah-Batterie lässt Ihnen also bestenfalls 50 Ah, die Sie mit Kühlschrank, Instrumenten und Beleuchtung teilen. Im Beispiel mit 30 Ampere nimmt eine 0,5-l-Füllung davon 6 und eine 1-l-Füllung 10. Zwei oder drei Füllungen am Tag steckt eine intakte, gut geladene Batteriebank problemlos weg. Acht 0,5-l-Füllungen hintereinander würden die gesamte nutzbare Reserve aufbrauchen.
Ein Voltmeter gibt einen Anhaltspunkt, sofern Sie die Ruhespannung ablesen, also nachdem die Batterie einige Stunden weder geladen noch entladen wurde. Solange der Kompressor läuft, sinkt die Spannung und sagt nichts über den Ladezustand aus.
| Ruhespannung (Bleibatterie, 12 V) | Zustand der Batterie |
|---|---|
| 12,65 V oder mehr | Voll |
| 12,45 V | Zu einem Viertel entladen |
| 12,24 V | Zur Hälfte entladen: hier aufhören |
| 12,06 V | Zu drei Vierteln entladen |
| 11,89 V | Leer |
Diese Werte stammen aus dem Buch von Victron, das sie als allgemeinen Richtwert angibt. Die letzte Gewohnheit ist die, mit der eine Batterie lange hält: Laden Sie sie nach dem Einsatz vollständig auf. Eine Bleibatterie, die entladen stehen bleibt, sulfatiert, und irgendwann ist der Schaden nicht mehr rückgängig zu machen. Victron empfiehlt, sie nie zu mehr als 50 % entladen zu lassen und sie regelmäßig wieder auf 100 % zu bringen.
Bei 12 V ergeben ein paar hundert Watt schon mehrere Dutzend Ampere. Danach richten sich Kabel und Absicherung.
Das zweite Risiko ist weniger bekannt. Eine Bleibatterie gibt Wasserstoff ab, vor allem gegen Ende der Ladung, und ein Teil davon bleibt nach dem Laden noch um sie herum. So beschreibt es das bereits zitierte Merkblatt des INRS zum Laden von Bleibatterien. In einem geschlossenen Fach entzündet sich dieses Gas, mit Luft gemischt, an einem einzigen Funken. Eine Klemme, die man einem Pol nähert, reicht dafür schon aus.
Daher diese Reihenfolge, bei jeder Füllung.
Den ganzen Ablauf zeigt das Video „Minikompressor 12 V / 220 V benutzen“ in der OXSEA School. Sehen Sie es sich vor der ersten Füllung an, nicht erst an dem Tag, an dem eine Leine in der Schraube hängt.
Die Versuchung liegt nahe: den Motor laufen lassen, damit die Lichtmaschine die Batterie stützt, während der Kompressor arbeitet. Tun Sie es nicht. Ein laufender Motor erzeugt Abgas, und Abgas enthält Kohlenmonoxid.
DAN, die maßgebliche Organisation für die Sicherheit von Tauchern, nennt Abgase unter den Ursachen verunreinigter Atemluft, neben Öl aus einem überhitzten Kompressor, Zigarettenrauch und Farbdämpfen in der Nähe des Luftansaugs. Kohlenmonoxid riecht und schmeckt nach nichts. Unter Wasser trübt es das Urteilsvermögen und kann zur Bewusstlosigkeit führen. Die vom INRS veröffentlichte Studie (auf Französisch) über fünfzehn Jahre Druckluftanalysen im Labor der französischen Marine in Toulon nennt dieselben Quellen: Abgase von Maschinen mit Verbrennungsmotor und durch Hitze zersetzte Schmierstoffe.
Die richtige Abfolge ist einfach. Sie füllen bei abgestelltem Motor und Generator. Den Motor lassen Sie danach laufen, mit abgekoppelter Flasche, um die Batterie wieder aufzuladen. Schauen Sie sich im Hafen auch um: der Diesel des Nachbarn, der gerade warmläuft, ein Stromerzeuger auf dem Kai, ein Auto mit laufendem Motor am Steg sind Abgasquellen wie Ihre eigenen.
Auch die Feuchtigkeit zählt. Dieselbe Studie nennt sie den am schlechtesten beherrschten Parameter der Druckluft, weil sich sehr trockene Luft kaum gewinnen lässt, wenn man direkt die Umgebungsluft verdichtet. Zu viel Feuchtigkeit begünstigt die Korrosion in einer Metallflasche. An Bord ist die Luft feucht und salzig: Schützen Sie den Luftansaug vor Gischt und wechseln Sie die Filter rechtzeitig. Sie sind Verbrauchsteile, und das Video „Filter wechseln“ der OXSEA School zeigt, wie man sie tauscht.
Riecht oder schmeckt die Luft einer Flasche ungewöhnlich, verwenden Sie sie nicht. Der Umkehrschluss beweist nichts, denn Kohlenmonoxid bemerkt man nicht. Ihr Schutz ist der Platz, an dem der Luftansaug steht.
An der Landstromsäule läuft derselbe Kompressor mit 220 V und verlangt der Batterie nichts ab. So legen Sie am einfachsten mit vollen Flaschen ab. Füllen Sie sie am Vortag, prüfen Sie die Manometer und verstauen Sie sie gut gesichert, geschützt vor Hitze und Stößen.
Machen Sie auch die allererste Füllung und den ersten Test im Hafen. Eine neue Flasche wird leer geliefert, und das Material lernt man besser am Steg kennen als vor Anker mit einer Leine im Propeller. Der Ratgeber Mini-Tauchflasche auf dem Boot erklärt, welches Modell passt und wie man es an Bord verstaut.
Einen Wechselrichter von 12 V auf 230 V zu nutzen, um den Kompressor vor Anker zu betreiben, bringt nichts. Sie schalten ein weiteres Gerät mit seinen Verlusten zwischen Batterie und Kompressor. Nutzen Sie den 12-V-Anschluss des Kompressors.
Sie schwanken noch zwischen Kompressor, Pumpe und Umfüllen aus einer großen Flasche? Der Ratgeber Mini-Tauchflasche befüllen vergleicht die drei Methoden, mit Zeiten und Kosten.
Füllen ist nur die halbe Arbeit. Vor jedem Einsatz unter dem Boot gelten vier Regeln, über die man nicht diskutiert.
Bleiben Sie in geringer Tiefe und tauchen Sie auf, solange das Manometer noch Luft anzeigt. Der Ratgeber Sicherheit der Mini-Tauchflasche geht diese Punkte einzeln durch.
Kurze Antworten auf die Fragen, die dieser Ratgeber aufwirft.
Eine einzelne Füllung entnimmt ein paar Amperestunden, die eine intakte Verbraucherbatterie ohne Weiteres liefert. Das Risiko entsteht durch Füllungen in Serie, durch eine Batterie, die der Kühlschrank schon geleert hat, oder durch den Anschluss an die Starterbatterie. Berechnen Sie den Verbrauch aus der Stromaufnahme Ihres Geräts und gehen Sie bei einer Bleibatterie nicht unter die Hälfte der Kapazität.
Mit dem OXSEA Minikompressor etwa 12 Minuten für eine 0,5-l-Flasche (OX500, OX500Plus) und etwa 20 Minuten für die OX1000 mit 1 l. Am 220-V-Netz dauert es genauso lange.
Nein. Abgase enthalten Kohlenmonoxid, geruch- und geschmacklos, das der Kompressor ansaugen und in die Flasche drücken kann. Füllen Sie bei abgestelltem Motor und Generator und starten Sie den Motor erst danach, um die Batterie zu laden.
Nur wenn die Sicherung dieser Steckdose die Stromaufnahme des Kompressors verträgt. Das prüfen Sie am Sicherungshalter oder im Handbuch des Boots. Im Zweifel schließen Sie das Gerät mit seinem Originalkabel an die Verbraucherbatterie an.
Nein. Diese Geräte arbeiten mit wenigen bar, eine Tauchflasche wird dagegen auf 200 bar gefüllt, und sie sind nicht dafür gebaut, Atemluft zu liefern. Sie brauchen einen Hochdruckkompressor für das Tauchen, mit seinen Filtern.
Belasten Sie vor Anker nicht die Batterie, die den Motor wieder starten muss. Füllen Sie die Flaschen vor dem Ablegen im Hafen am 220-V-Netz oder an Land. Für eine 0,5-l-Flasche bleibt die Handpumpe die Notlösung an Bord: rund 20 Minuten, ganz ohne Strom.
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