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Mini-Tauchflasche auf dem Boot: richtig ausgerüstet für den Einsatz unter dem Rumpf
Mit oder ohne 12-V-Batterie an Bord: Welche Mini-Tauchflasche gehört auf dein Boot? Modelle, Füllzeiten, Stauplatz und Sicherheitsregeln im Überblick.
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- Das OXSEA-Team
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Inhalt
- Vier Gründe, unter die Wasserlinie zu tauchen
- Die erste Frage: Gibt es auf deinem Boot eine 12-V-Batterie?
- Drei Flaschen, zwei Arten, sie zu tragen
- Vom Paket in die Backskiste: erste Füllung, Test, Stauplatz
- Bevor du ins Wasser gehst: was an Deck entschieden wird
- Unter dem Rumpf: mit der Luft haushalten und rechtzeitig auftauchen
- Häufige Fragen
Mit angehaltenem Atem stößt du unter einem Boot schnell an Grenzen. Oft läuft es auf mehrere kurze Abstiege hinaus, bei denen du kaum etwas siehst. Hast du eine Mini-Tauchflasche dabei, bleibst du einige Minuten am selben Fleck, den Blick auf die Stelle gerichtet, an der es hakt.
Welches Modell infrage kommt, hängt zuerst von der Ausrüstung deines Boots ab. Danach geht es um das Füllen an Bord und um die Vorkehrungen, mit denen du kein unnötiges Risiko eingehst. Alle Modelle zeigt die Seite Mini-Tauchflaschen von OXSEA.
Vier Gründe, unter die Wasserlinie zu tauchen
Auf dem Rückweg zum Hafen wickelt sich ein Tampen um den Propeller, vor Anker fallen die Schlüssel ins Wasser: Solcher Ärger kündigt sich selten an.
- Tauwerk im Propeller. Die Bojenleine einer Reuse, eine Fenderleine, der Rest eines Netzes: Sitzt so etwas erst stramm auf der Welle oder am Antrieb, reicht ein einziger Abstieg mit angehaltenem Atem selten aus, um es durchzuschneiden. Mit Luft aus der Flasche trennst du eine Windung nach der anderen durch und kontrollierst zum Schluss, dass nichts mehr herumhängt.
- Ein Anker, der am Grund festhängt. An einem flachen Ankerplatz führt dich die Kette bis zu ihm, und du machst ihn mit der Hand frei. Sitzt er unterhalb des oberflächennahen Bereichs, in dem du arbeiten kannst, lässt du es sein.
- Etwas ist über Bord gegangen. Schlüssel, Telefon oder Winschkurbel sind oft nach wenigen Minuten wieder da, vorausgesetzt, der Grund liegt nicht tief und das Wasser ist klar.
- Ein Blick aufs Unterwasserschiff. Du hattest Grundberührung, bereitest einen Törn vor oder willst wissen, wie es um das Antifouling steht: Ein Tauchgang zeigt dir Unterwasserschiff, Kiel, Ruderblatt und Propeller. Du schätzt dabei auch ein, ob die Opferanode durchhält, bis das Boot das nächste Mal aus dem Wasser kommt.
Die erste Frage: Gibt es auf deinem Boot eine 12-V-Batterie?
Von der Antwort hängt ab, wie du füllst, und davon wiederum, welches Modell du mitnehmen kannst.
Ohne Batterie: die Handpumpe
Auf dem Beiboot, auf einem kleinen Segelboot oder auf einem RIB ohne Batterie füllst du mit der Handpumpe von OXSEA (159,99 €). Strom braucht sie keinen, und aufgestellt ist sie rasch, an Deck, auf dem Steg oder an Land. Bis ein Modell mit 0,5 Litern voll ist, pumpst du rund 20 Minuten.
Mit 12-V-Batterie: der Minikompressor
Der Minikompressor von OXSEA kostet 549,99 €. Seinen Strom bekommt er aus der 12-V-Bordbatterie oder, im Hafen, über den Landanschluss mit 220 V. Das Füllen geht schneller als mit der Pumpe: 0,5 Liter sind nach rund 12 Minuten voll, 1 Liter nach rund 20 Minuten. Das Gerät eignet sich, wenn an einem Tag mehrere Einsätze aufeinanderfolgen.
Sein Platz ist draußen, mit Abstand zum Auspuff des Motors und zu dem eines Stromaggregats. Laut einer Studie, die das französische Arbeitsschutzinstitut INRS veröffentlicht hat, kann Kohlenmonoxid in Druckluft unter anderem aus den Abgasen einer Maschine mit Verbrennungsmotor stammen.
Tauchflasche an Bord: die Umfüllstation
Fährt ohnehin eine Tauchflasche mit, zapft die Umfüllstation (mit DIN- oder mit INT-Anschluss, also Bügel) daraus die Luft für jede der drei Mini-Flaschen. Bei einer OX1000 ist das in rund 1 Minute erledigt.
Drei Flaschen, zwei Arten, sie zu tragen
OX500, im Mund gehalten. Zur Mini-Tauchflasche OX500 (199,99 €) raten wir, zusammen mit der Handpumpe, auf einem Boot ohne Strom. Du hältst sie am Silikonmundstück im Mund, das eingebaute Manometer zeigt an, wie viel Luft übrig ist, und im Wasser wiegt sie unter 1 kg. Das Set aus Flasche und Pumpe kostet 359,99 €.
OX500Plus, im Mund oder auf dem Rücken. Die OX500Plus (289,99 €) hat dieselbe Luftmenge dabei wie die OX500: 0,5 Liter, das heißt bis zu 8 Minuten. Zusätzlich lässt sie sich auf den Rücken schnallen, dank Gurtzeug und externem Atemregler. Dann hält eine Hand die Propellerwelle, die andere schneidet. Ein externes Manometer gehört zum Lieferumfang.
OX1000, für längere Zeit unter Wasser. Mit 1 Liter Luft reicht die OX1000 (299,99 €) für etwa 15 Minuten. Du trägst sie auf dem Rücken, befestigt mit einem Gurtzeug und verbunden mit einem externen Atemregler. Vor dem Kauf solltest du eines wissen: Mit der Handpumpe lässt sie sich nicht füllen. Sie braucht den Minikompressor oder eine Umfüllstation, die an einer Tauchflasche hängt. Daher das Set aus OX1000 und Minikompressor für 849,99 €.
Der Vergleich von OX500, OX500Plus und OX1000 stellt die drei Modelle Kriterium für Kriterium gegenüber. Die folgende Tabelle geht von deiner Situation an Bord aus.
| Deine Situation | Füllmethode und Füllzeit | Die Flasche für dein Boot |
|---|---|---|
| Propeller in einem Netz oder Tampen verfangen, beide Hände im Einsatz | Rund 20 Minuten mit der Handpumpe oder rund 12 Minuten mit dem Minikompressor 12V | OX500Plus, auf den Rücken geschnallt |
| Boot ohne Batterie: schnelle Sichtkontrolle oder ein Gegenstand, der vom Grund geholt werden soll | Rund 20 Minuten mit der Handpumpe | OX500 |
| Einmal rund um den Rumpf, dazu ein Blick auf die Opferanode | Rund 20 Minuten mit dem Minikompressor 12V oder rund 1 Minute an der Umfüllstation | OX1000 |
| 12-V-Batterie vorhanden, wiederholte Einsätze am selben Tag | Rund 12 Minuten mit dem Minikompressor 12V | OX500 oder OX500Plus |
| Du hast ohnehin eine Tauchflasche dabei | Umfüllstation mit DIN- oder INT-Anschluss (Bügel) | Alle drei Flaschen |
Vom Paket in die Backskiste: erste Füllung, Test, Stauplatz
Eine OXSEA-Flasche reist leer: Bei der Lieferung ist keine Luft darin. Erste Füllung und Test erledigst du deshalb im Hafen und nicht erst an dem Tag, an dem du die Flasche draußen auf See brauchst. In der OXSEA School findest du die Video-Tutorials, die Zusammenbau und Füllen im Einzelnen zeigen.
Auf unseren Produktseiten steht, dass die Flasche nach jedem Gebrauch im Meer mit Süßwasser abgespült und danach fern von Hitze und Stößen aufbewahrt wird. An Bord bedeutet das ein Schapp oder eine Backskiste, in der sie festgekeilt liegt (bei Krängung darf sie nicht ins Rollen kommen), und niemals das Deck in praller Sonne.
Sie bleibt griffbereit, zusammen mit Maske und Messer. Der Propeller sucht sich den Moment nicht aus, in dem er eine Leine schluckt, und wer erst unter den Segelsäcken wühlen muss, verliert Zeit.
Bevor du ins Wasser gehst: was an Deck entschieden wird
Motor aus, Leerlauf genügt nicht
Bevor jemand ins Wasser steigt, wird der Motor abgestellt, und die Crew einigt sich: Niemand lässt ihn wieder an, ehe du zurück an Bord bist. DAN Europe ist ein Hilfsnetzwerk mit Schwerpunkt Tauchen. Es verlangt, sich vor jedem Anlassen zu vergewissern, dass sich kein Taucher unter dem Boot oder in dessen Nähe befindet. Seine Zeitschrift Alert Diver hat einen Unfall geschildert: Beim Einstieg ins Wasser lief der Motor im Leerlauf, später wurde eingekuppelt, und der Propeller traf einen Taucher. Der Leerlauf schützt also vor nichts. Der Motor muss aus sein.
Jemand bleibt an Bord
Getaucht wird nie allein, das ist eine Grundregel. Empfohlen wird ein Tauchpartner mit vergleichbarem Können, wobei jeder auf den anderen achtet. Für Arbeiten unter dem Rumpf kommt eine weitere Person hinzu, die an Bord bleibt. Sie kennt dein Vorhaben und die geplante Dauer, sorgt dafür, dass keiner den Motor anfasst, und weiß, wie man Hilfe ruft. Auf See erreichst du die Seenotrettung in erster Linie über UKW, Kanal 16. Von der Küste aus hilft am Telefon außerdem die 112, der europäische Notruf.
Die Flagge Alpha zeigt den Taucher an
Die Flagge Alpha ist blau und weiß und gehört zum Internationalen Signalbuch. Ist sie gesetzt, wissen die Boote ringsum: Ein Taucher ist im Wasser. Regel 27 der Kollisionsverhütungsregeln (KVR), des internationalen Regelwerks gegen Zusammenstöße auf See, gilt ebenfalls für Boote von weniger als 12 Metern Länge, wenn sie an einem Taucheinsatz beteiligt sind. Was in deinem Revier als Kennzeichnung vorgeschrieben ist, erfragst du vorab bei den zuständigen Behörden vor Ort.
Ausbildung und ärztlicher Rat
Tauchen muss man lernen. Die richtige Adresse dafür ist ein Verein oder eine Tauchschule, wo ausgebildete Tauchlehrer unterrichten. Ebenso empfohlen: ein Termin beim Arzt, der prüft, ob eine Gegenanzeige vorliegt.
Unter dem Rumpf: mit der Luft haushalten und rechtzeitig auftauchen
Die genannten Zeiten sind Obergrenzen, erreicht bei ruhigem Atem: 0,5 Liter ergeben bis zu 8 Minuten, 1 Liter etwa 15 Minuten. Anstrengung beschleunigt aber die Atmung. Ziehst du an einem Anker oder schneidest du ein fest zugezogenes Tau durch, schmilzt der Vorrat schneller.
Bereite deshalb vor dem Einstieg alles vor, was sich vorbereiten lässt: Das Messer ist am Handgelenk gesichert, die Stelle, an die du willst, hast du von Bord aus ausgemacht, und jeder kennt seine Aufgabe. Den Blick aufs Manometer wirfst du vor dem Abstieg und danach in regelmäßigen Abständen. Über den Aufstieg entscheidest du, solange noch Luft in der Flasche ist, und nicht erst beim letzten Atemzug.
Bei einem sehr stramm sitzenden Tampen können zwei oder drei Abstiege nötig werden: Rechne dann die Füllzeit dazwischen mit ein.
Unter dem eigenen Boot bleiben
Dein Einsatzort liegt unter deinem Boot und nicht in dessen Umgebung. Sieh dir vor dem Abstieg die Strömung an. Ist welche da, bleibt eine Hand an einer Leine, die am Boot festgemacht ist. Taucher, die von der Strömung mitgerissen werden, treiben mitunter ab und schaffen es nicht zurück zur Küste.
Bis zur Oberfläche ohne Unterbrechung atmen
Die Luft in der Flasche ist komprimiert: Beim Auftauchen hältst du den Atem deshalb niemals an. Laut DAN kann angehaltener Atem während des Aufstiegs eine Lungenüberdehnung verursachen, sogar in einem flachen Schwimmbecken. Atme normal und ohne Pause, ganz besonders kurz vor der Oberfläche.
Verzichten, wenn es zu tief ist
Unter einem Boot spielt sich alles in geringer Tiefe ab, dicht an der Oberfläche. Dort bleibst du. Liegt die Ursache des Problems weiter unten, brichst du ab oder überlässt den Einsatz einem Profi.
Häufige Fragen
Kurze Antworten auf die Fragen, die dieser Ratgeber aufwirft.
Lässt sich eine Mini-Tauchflasche auf einem Boot ohne Strom füllen?
Ja, sofern es ein Modell mit 0,5 Litern ist (OX500 und OX500Plus): Die Handpumpe schafft das in rund 20 Minuten. Für die OX1000 (1 Liter) eignet sie sich nicht. Diese braucht den Minikompressor oder die Umfüllstation, die aus einer Tauchflasche gespeist wird.
Mit wie viel Zeit kann ich unter einem Boot rechnen?
Die OX1000 hält etwa 15 Minuten durch, ein Modell mit 0,5 Litern bis zu 8 Minuten. Schon geringe Anstrengung verkürzt diese Zeiten. Lass das Manometer nicht aus den Augen und tauch auf, bevor die Flasche leer ist.
Was ist an Bord die bessere Wahl, OX500 oder OX500Plus?
Für eine schnelle Kontrolle oder um etwas vom Grund zu holen, ist die im Mund gehaltene OX500 am unkompliziertesten. Geht es darum, einen Propeller freizuschneiden, liegt die OX500Plus vorn: Bei gleicher Tauchzeit lässt sie sich zusätzlich auf dem Rücken befestigen, und du hast beide Hände frei.
Kann man eine Mini-Tauchflasche ohne Ausbildung verwenden?
Eine Ausbildung wird empfohlen. Zum Lernen gehst du in einen Verein oder eine Tauchschule mit ausgebildeten Tauchlehrern. Unsere Video-Tutorials erklären, wie du mit dem Gerät umgehst und wie du es füllst, eine Einweisung unter Aufsicht ersetzen sie aber nicht.
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Minikompressor 12 V / 220 V
Befüllt 0,5-L- und 1-L-Flaschen über Batterie oder Steckdose
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